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Blutdruck – Normalwerte

blutdruck-normalwerteHeute wollen wir einmal einen kurzen Blick auf die Normalwerte beim Blutdruck werfen. Der Blutdruck ist ein Druck, mit dem das Blut mittels des Herzens durch die einzelnen Blutgefäße gepumpt wird. Dabei sprechen wir auch gerne von dem arteriellen Blutdruck. Dieser wird in Arterien gemessen. Typischerweise wird er dabei in 2 Zahlen angegeben. Der erste Wert ist hierbei der systolische Druck und der zweite Wert, der diastolische Druck. Pumpt das Herz, ist der Blutdruck höher, dieses ist dann der systolische Wert. Der Druck, bei dem das Herz entspannt, ist der diastolische Wert.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Übersicht für die Normalwerte beim Blutdruck in den letzten Jahren verfasst. Diese gelten als Richtlinie zur Bewertung.

Blutdruck Werte laut WHO

 

systolisch (mmHg) diastolisch (mmHg)
optimaler Blutdruck < 120 < 80
normaler Blutdruck 120 – 129 84 – 84
hoch-normaler Blutdruck 130 – 139 85 – 89
milde Hypertonie (Stufe 1) 140 – 159 90 -99
mittlere Hypertonie (Stufe 2) 160 – 179 100 – 109
schwere Hypertonie (Stufe 3) > 180 > 110

 

Hypertonie ist Bluthochdruck.

Isolierte systolische Hypertonie

Auch die Deutsche Hochdruckliga nutzt mittlerweile die Blutdruck Werte der WHO. Neben den obigen Werten, werden dort allerdings auch die isolierten systolischen Hypertonie Werte erfasst. Hierbei wird ein systolischer Wert über 140 mmHg gemessen, der diastolische Wert hingegen liegt bei unter 90 mmHg. Bei diesem Blutdruck ist der diastolische Wert im Normbereich. Der systolische Blutdruck hingegen liegt im Bereich der Hypertonie.- Bluthochdruck.

 

systolisch (mmhG) diastolisch (mmHg)
optimal < 120 < 80
normal 120 – 129 84 – 84
hochnormal 130 – 139 85 – 89
Hypertonie Stufe 1 140 – 159 90 -99
Hypertonie Stufe 2 160 – 179 100 – 109
Hypertonie Stufe 3 > 180 > 110
Isolierte systolische Hypertonie > 140 < 90

 

Normaler Blutdruck ohne Risikofaktoren

Für Personen bis zu 50 Jahren gibt es eine definierte Grenze für einen normalen Blutdruck, der ohne weitere Risikofaktoren definiert ist. Diese Grenze liegt aktuell bei 139/89 mmHg.

Bei älteren Personen gilt ein systolischer Zielblutdruck von um 140 – 150 mmHg. Eine Therapie wird von Experten hierbei allerdings erst ab einem Wert von über 160 mmHg empfohlen. Der Beginn einer Therapie unter einem Blutdruck Wert von 160 (hier ab 140) mmHg bei älteren Menschen ist nur dann ratsam, wenn sie insgesamt fit sind. Die genaue Bewertung dazu und zu den einzelnen Maßnahmen kann sich aber immer nur nach einer eingehenden Untersuchung bei einem Arzt ergeben.

Normalwert ist bei einer Therapie nicht mehr Ziel

Vor vielen Jahren war bei einem Bluthochdruck vor allem das Ziel einer Therapie, diese Wert auf den Normalwert zu regulieren. Heute hingegen setzen Ärzte hier andere Maßstäbe an. Es geht nicht mehr darum, auf Biegen und Brechen einen Normalwert zu erreichen. Dadurch ist die Therapierung oft Blutdruck senkenden Mittel nicht nur einfacher geworden, sondern auch die ehemals schädlichen Nebenwirkungen wurden reduziert. Vielfach müssen Patienten nun nur noch 1 Medikament einnehmen (früher waren es 2).

Blutdruckwerte messen

Wie bereits in anderen Ratgebern hingewiesen sollte der Blutdruck mehrfach in unterschiedlichen Zeitabständen gemessen werden, um einen Bluthochdruck zu diagnostizieren. Sollten Sie bei einer Blutdruckmessung einen zu hohen Wert messen, ist das zunächst kein Grund zur Sorge. Wichtiger sind die nachfolgenden Messungen, zu verschiedenen Tageszeiten, die dann im Verlauf eine Diagnose ergeben können, ob ein Bluthochdruck vorliegt. Eine Hypertonie lässt sich immer nur mit einer Langzeitmessung erkennen. Sind Anzeichen für einen Bluthochdruck bei den Messungen erkennbar, sollte immer ein Arzt konsultiert werden.

Kontrolle beim Arzt

Generell raten wir aber auch bei normalen Blutdruck Werten zu einer regelmäßigen Kontrolle. Wer ein Blutdruckmessgerät nutzt, sollte die Daten der Messungen speichern oder sich schriftlich für eine spätere Auswertung notieren. Gute Blutdruckmessgeräte ermöglichen die Speicherung über einen langen Zeitraum und ermöglichen auch eine Auswertung, die für den Arzt aufschlussreich sein kann. Zusätzlich können die Werte dabei einfach vom Gerät auf ein Tablet oder den PC übertragen werden.

 

Bildquellenangabe: Stefan Bayer  / pixelio.de
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